Die Braille-Blindenschrift wurde vor fast 200 Jahren in Frankreich von Louis Braille erfunden.
Der kleine Louis spielte in der Werkstatt seines Vaters. Dort verletzte sich Louis mit einer großen Ledernadel am Auge und wurde in Folge des Unfalls blind. Als er in die Schule kam, wollte Louis lernen wie alle anderen Kinder auch. Und weil er blind war und nicht lesen lernen konnte, musste er sich alles, was er hörte ganz genau merken. Später schickten ihn seine Eltern in eine besondere Schule für Blinde in Paris. Der Direktor dieser Schule hatte schon lange überlegt, wie die blinden Kinder lesen lernen könnten. Schließlich kam er auf eine Idee. Jeder einzelne Buchstabe wurde aus Kupferdraht gebogen und in dickes Papier gepresst, so dass die Kinder die Worte Buchstabe für Buchstabe ertasten konnten. Die Bücher, die so entstanden, waren leider sehr groß und schwer und an der Schule gab es nur ein paar davon. Diese hatte Louis bald gelesen. Er wollte mehr und schneller lesen.
Als Louis von einer Schrift aus kleinen Strichen und Punkten hörte, die für Soldaten erfunden worden war, damit sie in der Nacht Botschaften entziffern konnten, kam ihm eine Idee. Er fand heraus, dass 6 Punkte genügen, um die Buchstaben des ganzen Alphabets darzustellen. Diese Punkte konnte man schnell ertasten und auch selbst damit schreiben. So hatte Louis die Braille-Blindenschrift erfunden.
|
Noch bis Eine Ausstellung vom Mit besonderer Unterstützung von Aktion Mensch Aktuell:
| |||||